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Skybridge
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BEWERTUNG |
24.02.2026 von Born2bewildEiner der Überraschungshits für uns auf der SPIEL 2025 war Skybridge. Ein Spiel mit einer Geschichte, zu der vom Schöpfer Franz Vohwinkel ebenfalls eine Romanreihe in Arbeit ist. Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit Michael Rieneck, die uns unsere Version dankenswerter Weise auch noch verschönert haben. Im Spiel selbst geht es um den Bau der Weltenbrücke, der Skybridge, um von der tristen Welt Thraen aus das vermeintliche Paradies Augenstern zu erreichen. Ob es mit der Wertung auch gen Himmel geht oder wir auf der Hohlwelt Thraen verbleiben, erfahrt Ihr in unserem Review…
Schon die Verpackung des Spielmaterials wirkt liebevoll: Das Inlay ist aus Karton und mit einigen, sehr schön illustrierten Boxen gefüllt. In den Boxen findet Ihr das Spielmaterial, hauptsächlich aus Holz. Die Karten sind in den klassischen Papierbanderolen untergebracht und haben zwei Fächer. Noch hat alles seinen Platz, was sich leider durch das Material der zwei Stanzbögen etwas ändern wird. Hier habt Ihr einige Marker für die Tableaus, Geld, einen Drachen und die Plättchen für die Skybridge herauszupöppeln. Der Spielplan ist in drei Segmente geteilt und lässt sich ausklappen. Am Ende nimmt er dieselbe Breite wie die Skybridge ein. Die Karten sind allesamt sehr hübsch gestaltet und auch das Holzmaterial ist stimmig. Hier haben die einzelnen Farben (sprich Völker) auch eigene Formen. Dadurch wäre das Spiel schon fast für Personen mit Farbschwäche spielbar, aber eben nur fast, die Legionen und Garnisonen machen hier einen Strich durch die Rechnung. Ansonsten sind wir aber begeistert davon.
Für den Spielaufbau legt Ihr als erstes den Spielplan in die Mitte und die Ressourcen sowie das Geld auf die markierten Flächen. Ähnlich verfahrt Ihr mit den Karten, nachdem Ihr sie Ihren Rückseiten entsprechend sortiert und anschließend gemischt habt. Die Skybridge wird neben dem Spielplan ausgelegt und zwar mit den Ressourcen nach oben. Außen legt Ihr farblich passend das Thraen- und das Augenstern-Feld aus sowie die Brückenbau- und Augensternkarten gemischt auf die Felder. Die drei großen Drakhe-Karten mischt Ihr ebenfalls und legt eine zufällig auf den Augenstern-Stapel. Nun entscheidet Ihr, wer das Spiel beginnt. Diese Person darf sich als erstes ein Volk wählen und dann setzt Ihr die Wahl im Uhrzeigersinn fort. Außerdem erhält sie den Start-Drakhen. Zu dem Spielmaterial Eures Volkes gehören alle Holzfiguren aus den Schachteln, ein Tableau, bei dem Ihr die Seite frei wählen könnt, und Startkarten. Diese erkennt Ihr an der hellen Rückseite, die mit einem Symbol der jeweiligen Völker versehen ist. Bei manchen Völkern erhaltet Ihr noch weiteres Material. Hierfür solltet Ihr Eure Sonderfertigkeiten auf dem Tableau durchlesen. Für die ersten Partien gibt es Markierungen auf den Tableaus, die Euch die „einfachere“ Seite markieren. Ebenso gibt es auf jeweils vier der Karten der Völkerstapel Markierungen für die Karten, die Ihr als Startset benutzen könnt. Alternativ nehmt Ihr Euch entsprechend der Anzahl aller Mitspielenden Karten vom Völkerstapel Eurer Farbe. Dann sucht Ihr jeweils eine Karte aus und gebt die übrigen im Uhrzeigersinn weiter. Das wiederholt Ihr, bis alle vier Karten haben. Die Startkarten mit hellem Hintergrund legt Ihr offen oberhalb Eures Tableaus an die entsprechenden Runen. Außerdem habt Ihr je fünf Godheit-Plättchen, die Ihr auf die freien Felder Eures Tableaus legt. Von Euren Figuren dürft Ihr drei auf Euer Tableau stellen, ebenso wie die Garnisonen. Die Legion stellt Ihr auf das Startfeld des Wüstenplans. Hier kommt auch die Figur des Rebellenanführers in die Mitte. Dann kann es auch schon losgehen…
Ziel des Spiels
Alle spielen eines der Völker von Thraen, versuchen den größten Einfluss zu sammeln und dabei die Weltenbrücke zu errichten. Durch das Ausspielen und Werten von Karten sowie das Bauen der Weltenbrücke erhaltet Ihr Siegpunkte (oder Machtpunkte). Das Spiel endet, sobald die Weltenbrücke fertiggestellt ist. Dann ermittelt Ihr, wer die meisten Machtpunkte gesammelt hat. Diese Person hat den Wettstreit gewonnen.
Die Anleitung
Vorab: Uns wurde Skybridge auf der SPIEL erklärt. Somit ist es durchaus möglich, dass die Anleitung für jemanden, der sie ohne Erklärung liest, etwas schwieriger verständlich ist. Wir haben uns dennoch Mühe gegeben, die Anleitung möglichst unbefangen zu lesen.
Insgesamt ist die Anleitung sehr umfangreich. Sie hat 20 Seiten, ist aber sehr gut strukturiert und koloriert. Alles ist sehr ausführlich und gut beschrieben. Das Einzige, was uns beim Nachschlagen immer wieder durchgerutscht ist, sind die Beschreibungen der Godheit-Karten. Hier hatten wir noch einiges zum Nachschlagen und haben es erst gar nicht gefunden. Zur Struktur: Der Spielablauf nimmt ganze neun Seiten in Anspruch. Das ist schon eine ganze Menge. Auf der letzten Seite findet Ihr aber eine Übersicht des Rundenablaufs und der einzelnen Symbole mit Verweisen auf die Seiten (so auch zu den Godheit-Karten, wie ich gerade sehe…). Das ist auf jeden Fall sehr hilfreich. Wir hätten uns an der Stelle aber noch etwas mehr über Übersichtskarten für die einzelnen Spieler*innen gefreut. Dennoch ist der grobe Spielablauf auch auf den Tableaus abgedruckt. Diese sind insgesamt sehr informativ, was auch das Tauschen von Ressourcen angeht. Wen die Geschichte des Spiels noch mehr interessiert, der kann auf der Homepage von Deep Print Games mehr dazu lesen.
Das Spielprinzip ist insgesamt sehr einfach. Jede Runde des Spiels hat drei Phasen, in denen Ihr verschiedene Aktionen durchführen müsst:
Jede Runde beginnt mit der Vorbereitungsphase, bei der Ihr lediglich die obersten Karten der Völkerstapel und des Brückenbaustapels aufdeckt. Sobald der vierte Brückenabschnitt gebaut wurde und die Brücke nicht mehr von Thraen, sondern von Augenstern aus weitergebaut wird, deckt Ihr auch den Augenstern-Stapel mit auf.
Nun folgt die Charakterphase, die Ihr nacheinander reihum durchführt. Hierzu sucht Ihr Euch als erstes eine offene Karte von einem der Kartenstapel aus. Diese nehmt Ihr auf die Hand und dürft einen der Effekte der am Kartenstapel abgebildeten Symbole ausführen. Hierzu gehört meist das Sammeln von Ressourcen. Diese platziert Ihr auf Eurem Tableau. Dabei müsst Ihr aber aufpassen, da Euer Lagerplatz begrenzt ist.
Anschließend wählt Ihr eine Eurer Handkarten und spielt sie aus. Dafür müsst Ihr sie an die passende Rune Eures Tableaus anlegen. Liegen dort schon Karten, werden sie abgedeckt. Viele der Karten haben links oben wiederum Soforteffekte, die Ihr beim Ausspielen ausführt. Anschließend führt Ihr die Haupteffekte der Karten aus. Diese sind links in der Mitte aufgedruckt. Hierzu gehört unter anderem wieder das Sammeln von Ressourcen, Bevölkerung oder Godheit-Karten.
Habt Ihr alle Effekte ausgeführt, dürft Ihr am aktuellen Brückenabschnitt bauen. Hierfür benötigt Ihr aber die dort abgebildeten Ressourcen und eine Spielfigur auf Eurem Tableau. Erfüllt Ihr diese Voraussetzungen, legt Ihr die Ressourcen zurück und stellt Eure Figur auf den Brückenabschnitt. Nun kommen die Godheit-Karten an die Reihe. Sie sind eine besondere Art von Karten, die Ihr durch das entsprechende Effektsymbol sammeln könnt. Sie können ausgespielt werden, wenn Ihr das „Religions-Symbol“ als Effektsymbol nutzt. Dann legt Ihr eine Eurer Godheit-Karten an die entsprechende Rune an. Dabei müsst Ihr beachten, dass diese eingeschränkt sind, was die Karten unter und auf ihnen angeht und pro Runde nur eine Karte ausgespielt werden kann. Sobald Ihr eine Godheit-Karte angelegt habt, dreht Ihr das Godheit-Plättchen um und zeigt so an, dass dieser Stapel am Ende des Spiels gewertet wird. Von den Godheit-Karten dürft Ihr nie mehr als drei auf der Hand haben. Das wird am Ende der Charakterphase geprüft. Habt Ihr mehr, so müsst Ihr entsprechend viele Karten abwerfen, erhaltet aber den dort angegebenen Abwurf-Effekt. Diesen könnt Ihr aber auch jederzeit während Eures Zuges nutzen, wenn Ihr eine oder mehrere Godheit-Karten abwerft. Habt Ihr Eure Godheit-Karten überprüft, ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe.
Haben alle Ihre Charakterphase durchgeführt, folgt die Völkerphase. Ihr prüft, ob ein Brückensegment gebaut wurde. Also mindestens eine Spielfigur auf diesem Segment steht. Ist das der Fall, wird das Segment umgedreht und die Figuren werden wieder daraufgestellt. Außerdem wandert der Rebellenanführer ein Feld entgegen der Pfeilrichtung in der Wüste. Wenn kein Segment gebaut wurde, wird eine Rebellenfigur auf das Feld des Hauptmanns gestellt. Anschließend prüft Ihr, ob Ihr Euer Volk ernähren könnt. Dafür benötigt Ihr auf einer Eurer ausliegenden Karten mindestens ein Nahrungssymbol. Ist das der Fall, könnt Ihr alle Eure Figuren auf Eurem Tableau ernähren. Habt Ihr das nicht, müsst Ihr (sofern vorhanden) eine Eurer Figuren vom Tableau auf das Feld des Wüstenspielplans stellen, auf dem sich Eure Legion befindet. Diese Figuren sind am Spielende ebenfalls Rebellen, können aber durch den Soforteffekt Rückkehr wieder zurückgeholt werden. Nun gebt Ihr den Start-Drakhen an die Person links von Euch weiter und legt alle offenen Völkerkarten auf den Ablagestapel. Dann beginnt die neue Vorbereitungsphase mit der Person, die den Start-Drakhe hat.
Sobald in der Völkerphase das letzte Brückensegment gebaut wurde, führt Ihr diese Phase noch bis zum Ende durch. Dann werden die übrigen Karten des Brückenbau-Stapels, beginnend mit der Person mit dem Start-Drakhen, verteilt. Diese werden offen in Eure Auslagen an die entsprechenden Runen angelegt. Diesen Schritt haben wir immer ausgelassen, da sich uns der Sinn dieses „Start-Ausgleiches“ nicht wirklich erschlossen hat. Anschließend nehmt Ihr alle Eure Figuren aus dem Vorrat (nicht die vom Tableau) und stellt sie neben Eure Legion. Sie sind nun ebenfalls Rebellen.
Nun erfolgt die Wertung. Dabei zählt Ihr für jeden Brückenabschnitt, auf dem Eure Figur steht, die aufgedruckten Punkte zusammen. Zusätzlich erhaltet Ihr für jeden Abschnitt, den Ihr alleine gebaut habt, einen Bonuspunkt. Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, stehen auf den Völkerkarten ebenfalls Siegpunkte. Diese gelten aber nur von ausgespielten Karten, von deren Rune Ihr das Godheiten-Plättchen bereits umgedreht habt.
Doch damit nicht genug, gibt es einen weiteren, sehr interessanter Aspekt ist die Machtpunkte-Vergabe für „Die Rebellen unter Kontrolle halten“. Ihr erhaltet nämlich für alle andersfarbigen Rebellen, die sich hinter oder auf dem gleichen Feld wie Eure Legion befinden, jeweils einen Siegpunkt. Außerdem gibt es für jede gebaute Garnison die aufgedruckten Siegpunkte. Nun solltet Ihr für jedes Volk eine gewisse Anzahl an Siegpunkten addiert haben. Das Volk mit den meisten Machtpunkten gewinnt und feiert die Person, die es gespielt hat.
Lieferumfang
Cover & Bilder © Cover: Pegasus Spiele GmbH / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: Born2bewild
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