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Fromage
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BEWERTUNG |
04.05.2026 von 2-PL4Y3R5Eines muss man Fromage lassen: Das Thema ist alles andere als ausgelutscht. Es geht um Käse – und den kaut man ja für gewöhnlich. Unserer Meinung nach macht Käse einfach alles besser: italienische Pasta mit Parmesan, Pizza mit Käse im Rand, der Cheeseburger, der bereits nach seinem Käse-Zusatz benannt ist, Raclette und Fondue an Silvester oder die Käsespätzle aus der Heimat. Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Frage: Macht das Käse-Thema auch Fromage besser? Nun, Fromage ohne Käse-Thema ist schwer vorzustellen, denn selbst der Spielplan ist käserund und auf einem Drehteller drapiert. Bleiben wir also bei der einfacheren Frage: Hat uns Fromage Freude bereitet? Das erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.
Das Material und die Vorbereitung
Schauen wir uns jetzt aber mal die Spielvorbereitung an. Zuerst wird der Spielplan zusammengebaut. Dazu wird in die vier Quadranten jeweils ein zur Spieleranzahl passender Spielplan-Einsatz eingeschoben. Dann werden die vier Spielplan-Teile zu dem käserunden Spielplan zusammengesetzt. Zuletzt kommt in die Mitte das Ressourcen-Zentrum. Sowohl Spielplan-Quadranten als auch Ressourcen-Zentrum werden in einer zufälligen Anordnung platziert. Die vier Spielplan-Teile zeigen jeweils ein eigenes kleines Minispiel mit Arbeiter-Einsatzfeldern. Außerdem gibt es auf jedem der Spielplan-Teile eine andere Ressource zu holen, und zwar nahe dem Zentrum des käserunden Spielplans auf dem Ressourcen-Zentrum-Plättchen. Eine Sache auf dem Spielplan fehlt noch: Im Städte-Quadranten werden die sechs Kundschaftsplättchen in zufälliger Anordnung ausgelegt.
Dann werden die Ressourcen-Vorräte bereitgestellt. Fromage kommt auch in der Retail-Edition mit zwei Ressourcen-Trays in Käsestück-Form, sodass jeder Spieler im Spielverlauf leicht an die Ressourcen herankommt. In Fromage gibt es vier Ressourcen: Früchte, Vieh, Gebäudeteile und Bestellungen. Früchte, Vieh und Gebäudeteile sind Plättchen; Bestellungen sind Karten, die gemischt und als verdeckter Stapel in die Trays gelegt werden.
Zuletzt nimmt sich jeder Spieler drei Käser in der gewünschten Spielerfarbe – die Arbeiter in Fromage –, die auf die Käsebasen für Weichkäse (weiß), Hartkäse (gelb) und Blauschimmelkäse (blau) gesteckt werden. Außerdem erhält jeder Spieler insgesamt 15 Käsestücke, die im Spielverlauf durch die Käser auf dem Spielplan platziert werden, um sich Punkte in den vier Spielplan-Quadranten zu sichern.
Das Spielziel
In Fromage konkurrieren die Spieler in vier verschiedenen Minispielen, die auf den vier Quadranten des Spielplans abgebildet sind. Jedes Minispiel hat dabei unterschiedliche Bedingungen, um Punkte zu erzielen. In allen Fällen geht es um die Position eingesetzter Käsestücke. Am Spielende werden die Punkte zusammengezählt, die ein Spieler in allen vier Quadranten erzielt hat. Wofür es in den einzelnen Quadranten Siegpunkte gibt, schauen wir uns bei der Besprechung des Spielverlaufs an. Obendrauf kommen dann noch Punkte für Gebäude, Früchte und Bestellungen. Dabei gibt das oben rechts abgebildete Gebäude auf jedem Spielplan unter verschiedenen Voraussetzungen Siegpunkte, falls es im Spielverlauf gebaut wurde. Früchte geben Siegpunkte entsprechend der Anzahl an Marmeladen multipliziert mit der Anzahl an Erdbeeren, die man im Spielverlauf hergestellt hat. Und erfüllte Bestellungen bringen Siegpunkte entsprechend ihrer Anzahl, wie unten rechts auf dem Spielertableau angegeben. Zuletzt gibt es noch einen Siegpunkt für je zwei ungenutzte Ressourcen am Spielende. Alles ist also recht übersichtlich: Es gibt Punkte für die Minispiele und Punkte für clever verwaltete Ressourcen.
Der Spielablauf
Am wichtigsten für die Planung ist jedoch der Reifegrad des Käses, dargestellt durch die Richtung, in der die Spitze des Käsestücks zeigt: Rechts (Bronze), Oben (Silber) und Links (Gold). Je höher der Reifegrad, desto größer der Vorteil beim Einsatz des Käses. Allerdings muss man dann auch länger warten, bis man den Käser zurückerhält. Bei Bronze erhält man den Käser direkt zu Beginn des nächsten Zuges zurück, beim Silber-Reifegrad muss man einen Zug warten und beim Gold-Reifegrad sogar zwei Züge auf den entsprechenden Käser verzichten. Wie soll man sich das merken? Ganz einfach: Zeigt der Käse nach links (Gold), muss man den Spielplan dreimal drehen, bevor der Käse wieder auf den Spieler zeigt. Man muss also zu Beginn einer jeden Runde nur schauen, welche eigenen Käser gerade auf einen selbst zeigen – diese erhält man zurück.
An dieser Stelle seien auch die Bestellungskarten erklärt: Diese zeigen ebenfalls eine der drei Käsesorten zu einem der drei Reifegrade. Im Grunde gibt es also nur neun verschiedene Bestellungen. Sobald man einen Käser platziert, der die beiden Bedingungen einer Bestellung erfüllt, darf man diese sofort erledigen und verdeckt auf die andere Seite des Spielertableaus legen.
Beim Einsetzen eines Käsers im Ressourcen-Zentrum spielt die Farbe keine Rolle und es werden auch keine Früchte benötigt. Man kann sich entscheiden – falls alle Einsatzfelder frei sind –, ob man eine, zwei oder drei Ressourcen des entsprechenden Typs erhält, und bekommt den Arbeiter dann entsprechend nach einem, zwei oder erst drei Zügen wieder zurück.
Wird ein Käser in einen der Bereiche unter dem Ressourcen-Zentrum eingesetzt, erfolgt die Käseherstellung. Hier gestaltet sich der Arbeitereinsatz wie oben beschrieben etwas komplexer, da man zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Käser und ggf. Früchte parat haben muss. Hier werden die Käser auch nicht alleine eingesetzt; sie nehmen immer eines der 15 eigenen Käsestücke mit, das nach dem Zurückholen der Arbeiter auf dem Spielplan verbleibt und am Spielende entsprechend der Position gewertet wird.
Der Stadtfest-Quadrant zeigt ein Raster aus 5 x 5 Feldern. Dabei gibt es unter den Einsatzfeldern auch „Probierstationen“, auf denen kein Käse platziert werden kann. Man versucht, die Anzahl orthogonal benachbarter Felder mit eigenem Käse zu maximieren. Die Probierstationen zählen dabei als Joker für jeden Spieler. Der Vorteil von Käse mit höherem Reifegrad ist, dass daran automatisch Probierstationen angrenzen: Ein Gold-Käse hat immer zwei benachbarte Stationen und gibt dadurch bereits von alleine vier Punkte; ein Silber-Käse hat eine Probierstation benachbart.
In der Fromagerie gibt es sechs Regale mit je drei Feldern. Ziel ist es, Käse in so vielen verschiedenen Regalen wie möglich zu haben (maximal sechs für 20 Punkte). Zusätzlich gibt jedes Regal beim Einsetzen entweder Siegpunkte (1–3) oder Bonus-Ressourcen, wobei die Ausbeute mit höherem Reifegrad steigt.
Das Bistro zeigt 9 Tische mit je zwei Plätzen. Je höher der Reifegrad eines Käses, desto mehr Punkte gibt es am Ende. Die Punkte pro Käse lassen sich weiter erhöhen, indem man Pärchen sammelt, also zwei eigene Käse an denselben Tisch serviert. So gibt es ohne Pärchen für jeden Gold-Käse 4 Punkte, aber mit drei Pärchen ganze 9 Punkte pro Gold-Käse.
Beim Städte-Quadranten geht es um Mehrheiten. Spieler konkurrieren um die Kundschaftsplättchen, die zu Spielbeginn in den sechs verschiedenen Regionen der Landkarte verteilt wurden. Am Spielende wird für jede der sechs Regionen überprüft, wer die meisten Käsestücke angrenzend eingesetzt hat. Dieser Spieler bekommt dann Siegpunkte entsprechend des Wertes des Kundschaftsplättchens. Was ist der Vorteil von Käse mit höherem Reifegrad? Käse des Reifegrads Bronze grenzt nur an ein Gebiet an, Silber an zwei und Gold an drei Gebiete.
In Fromage spielen alle die gesamte Partie über gleichzeitig. Käser einsetzen, ggf. Ressourcen nehmen, Spielplan drehen, weiter geht’s – so lange, bis ein Spieler alle 15 Käsestücke auf dem Plan hat. Dann endet die Partie sofort und es folgt die Endwertung, für die es zum Glück einen Wertungsblock gibt.
Spielmaterial
Allgemeines Spielmaterial:
Spieler-Material:
Ressourcen:
Fortgeschrittener Modus:
Cover & Bilder © Cover: Road to Infamy/asmodee Deutschland / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
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Fromage wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, dementsprechend kursiert auch eine Deluxe-Ausgabe. Hier haben wir die Retail-Ausgabe vorliegen. Wie steht es dort um die Materialqualität? Besonders stechen die Käser hervor: Figuren aus Plastik, die auf den drei verschiedenen Käsesorten sitzen. Auch der Spielplan macht etwas her, ist er doch passend zum Käse-Thema rund und aus vier Spielplanteilen zusammengesetzt. Ein kleiner Kritikpunkt bezüglich der Ressourcen: In der Deluxe-Variante sind die Ressourcen (Gebäude, Früchte und Vieh) aus Holz, in der Retail-Variante sind diese Plättchen aus Pappe. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden, allerdings sind die Plättchen sehr klein und daher etwas schwierig zu greifen. Hier hätte man sie ruhig etwas größer gestalten können. Wir vermuten, die Größe ist der Anforderung geschuldet, dass die Ressourcen auf dem Tableau angeordnet werden müssen, besonders die Gebäude. Aber man hätte sicher eine Kompromisslösung finden können. Wenn wir uns also ein Upgrade aus der Deluxe-Ausgabe hätten wünschen können, wären es schönere Ressourcen gewesen, da man mit diesen im Spielverlauf auch sehr viel hantiert.
Nun geht es an den persönlichen Spielbereich. Jeder Spieler nimmt sich ein
In Fromage spielen alle Spieler gleichzeitig. Ein Spielerzug besteht darin, zuerst alle bereiten Arbeiter vom Spielplan zurückzunehmen und dann Arbeiter in dem Quadranten einzusetzen, der einem gerade zugewandt ist. Dabei darf jeweils maximal ein Arbeiter im Ressourcen-Bereich und einer im Minispiel-Bereich darunter platziert werden; niemals jedoch zwei Arbeiter in einen dieser Bereiche. Haben alle Spieler ihre Arbeiter eingesetzt, wird der Spielplan um 90° gedreht, sodass alle den jeweils nächsten Quadranten vor sich liegen haben – und weiter geht’s. Worauf ist beim
Schauen wir uns die vier Minispiele an: Stadtfest, Fromagerie, Bistro und Städte. Thematisch geht es hier eigentlich gar nicht um die Käse-Herstellung, was wir interessanter gefunden hätten, sondern vielmehr um die Vermarktung auf unterschiedlichen Märkten. Wofür es wie viele Siegpunkte gibt, ist unten rechts in jedem Quadranten abgebildet.
Neben den Früchten und Bestellungen gibt es noch das Vieh und die Gebäudeteile. Beides kann jederzeit im eigenen Zug verwendet werden. Für das 




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