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Chaos
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BEWERTUNG |
24.05.2026 von PanikmikeMit Chaos veröffentlichte Illusions Unltd. einen lange umstrittenen und schwer erhältlichen Vertreter des kompromisslosen Backwood-Horrors nun erstmals im Mediabook. Der US-amerikanische Rape-and-Revenge-Film von David DeFalco aus dem Jahr 2005 gilt bis heute als extrem kontrovers und sorgte wegen seiner rohen Gewaltdarstellung immer wieder für Diskussionen. Trotz seiner billigen Machart entwickelte sich der Film über die Jahre zu einem kleinen Underground-Geheimtipp unter Genrefans…
Emily (Chantal Degroat) und ihre Freundin Angelica (Maya Barovich) überreden Emilys Eltern Leo (Scott Richards) und Justine (Deborah Lacey), sie zu einem nächtlichen Rave im Wald zu lassen. Wirklich begeistert sind die beiden davon aber nicht, vor allem weil Emily sonst eher brav ist, kaum feiern geht und weder trinkt noch Drogen nimmt. Da sie viel zu früh am Treffpunkt ankommen und die Zeit bis zum eigentlichen Rave überbrücken wollen, lassen sie sich von Swan (Sage Stallone) mitnehmen, um an Drogen zu kommen. Er bringt die beiden zu einer abgelegenen Hütte im Wald. Dort angekommen treffen sie auf Swans angebliche Freunde Chaos (Kevin Gage), Frankie (Stephen Wozniak) und Daisy (Kelly K.C. Quann). Anfangs wirken die drei nur seltsam und ziemlich kaputt, doch schnell wird klar, dass sie extrem gewalttätig und völlig unberechenbar sind.
Die beiden Mädchen geraten in einen Albtraum aus Gewalt, Angst und Verfolgung und versuchen verzweifelt zu entkommen. Während Emily ums Überleben kämpft, machen sich ihre Eltern immer größere Sorgen und suchen nach ihrer Tochter. Zwar wird auch die Polizei eingeschaltet, wirklich ernst genommen wird die Sache dort aber nicht. Statt richtig zu helfen, macht der rassistische Sheriff sogar dumme Bemerkungen darüber, warum Leo sich keine weiße Frau gesucht hat. Deshalb beginnen Leo und Justine schließlich selbst nach Emily zu suchen…
Bei Kritikern kam Chaos damals fast bei allen schlecht an. Vor allem die extrem rohe Gewalt, die hoffnungslose Stimmung und die schonungslose Art des Films wurden massiv kritisiert. Viele warfen dem Film vor, Gewalt nur um der Gewalt willen zu zeigen und dabei jede Grenze zu überschreiten. Gleichzeitig sorgte genau diese kompromisslose Härte aber auch dafür, dass sich Chaos über die Jahre einen gewissen Ruf unter Fans harter Exploitation- und Backwood-Filme aufbauen konnte.
Ursprünglich war Chaos als Remake von The Last House on the Left (1972) von Wes Craven geplant, wurde später aber als eigenständiger Film vermarktet. Weil er wegen seiner extremen Gewalt von Kritikern regelrecht zerrissen wurde, verteidigten die Macher Chaos später öffentlich und behaupteten, er solle eigentlich als Warnung vor Gewaltverbrechen verstanden werden. Wirklich abnehmen kann man ihnen das aber kaum, da der Film voller Logiklöcher und Ungereimtheiten steckt und das völlig überdrehte Ende eher wie reiner Selbstzweck wirkt.
Details zur Blu-ray
Das Bild der Blu-ray kann sich definitiv sehen lassen. Trotz der eher billigen Low-Budget-Machart wirkt der Film überraschend ordentlich und liefert ein insgesamt sauberes Bild ohne groß störendes Filmkorn. Die bewusst blassen und entsättigten Farben passen gut zur dreckigen und hoffnungslosen Stimmung des Films. Gerade in den vielen dunklen Szenen bleiben Bildrauschen und Artefakte angenehm zurückhaltend. Die deutsche Synchronisation geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn manche Sprecher nicht immer ganz passend wirken. Insgesamt bekommt man hier technisch eine solide Veröffentlichung für einen kleinen und günstigen Genrefilm geboten.
Details des Mediabooks
Illusions Unltd. spendierte dem Film zwei Mediabook-Varianten, die beide perfekt zum dreckigen Exploitation-Look des Films passen. Das erste Cover erinnert mit seinem provokanten Design und den markigen Sprüchen stark an klassische Grindhouse- und Backwoodfilme der 70er Jahre und ist auf 333 Stück limitiert. Das zweite Motiv setzt dagegen eher auf einen modernen roten Look mit mehreren Filmszenen und fällt insgesamt etwas aggressiver aus – hiervon erscheinen lediglich 222 Stück. Gerade durch die geringe Stückzahl dürften beide Varianten schnell für Sammler interessant werden. Cover & Bilder © Illusions Unltd. Films / Produktfotos: www.sofahelden.de Das Fazit von: Panikmike
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