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28 Years Later: The Bone Temple
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BEWERTUNG |
16.04.2026 von MarSStilsicher und bluttriefend inszeniert, aber charakterschwach, inhaltlich banal und erzählerisch austauschbar präsentierte sich 28 Years Later, der Start einer von Danny Boyle und Alex Garland erdachten Sequel-Trilogie zu ihrem kultigen Zombie-Streifen 28 Days Later. Mit 28 Years Later: The Bone Temple folgt nun die direkte Fortsetzung...
Um sein eigenes Leben zu retten ist Spike (Alfie Williams) dazu gezwungen, sich der von Sir Lord Jimmy Cristal (Jack O´Connell) geführten Sekte anzuschließen, und selbst zu einem von Jimmys "Fingern" zu werden. Angewidert von den sadistischen Methoden Jimmys bleibt Spike keine andere Wahl, als sich auf Jimmys Spiel einzulassen und geduldig auf eine Möglichkeit zur Flucht zu hoffen, auch wenn dies bedeutet, in der Zwischenzeit seine eigene dunkle Seite kennenzulernen. Unterdessen ist es Dr. Ian Kelson (Ralph Fiennes) gelungen, Kontakt zu einem Alpha (Chi Lewis-Parry) aufzubauen, den er liebevoll "Samson" getauft hat. Als Dr. Kelson erkennt, dass in Samson noch Reste eines menschlichen Verstands vorhanden sind, setzt er alles daran, nach einem wirksamen Heilmittel für das Wut-Virus zu suchen...
Das völlig überzogene Cliffhanger-Ende von 28 Years Later hatte bereits befürchten lassen, was sich nun mit 28 Years Later: The Bone Temple bewahrheitet: Die Fortsetzung der Sequel-Trilogie ist noch schwächer als der Einstieg, und verkommt zunehmend zu einer wilden Aneinanderreihung von absurden Ideen, unnötiger und zum Eigennutz zelebrierter Gewalt sowie schrägen Figuren, die man nicht mehr ernst nehmen kann, während die eigentlich Hauptfigur zugunsten einer regelrecht zwanghaften Zurschaustellung von menschlichen Abgründen immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird. 28 Years Later: The Bone Temple fehlt es zweifellos an guten Ideen und einer fesselnden, spannenden Geschichte, weshalb sich Regisseurin Nia DaCosta (Candyman) leider sehr schwer tut, einen inhaltlich brauchbaren Film zu liefern. Ein völlig unpassender Soundtrack (den Original-Score und einige verwandte Themen einmal außen vorgelassen) sorgt zudem dafür, dass viele Szenen - vermutlich nicht unbedingt gewollt - komplett lächerlich wirken, und das gesamte Geschehen zu einem unfreiwillig komischen Wirrwarr machen, wobei ausgerechnet Ralph Fiennes dieses Mal dermaßen dem Overacting frönt, dass seine Darbietung sogar mit zunehmender Laufzeit immer mehr an den Nerven des Publikums zehrt. Den Höhepunkt dieser bizarren Kombination bildet dabei die Zusammenführung der beiden bis dato parralel ablaufenden Handlungsstränge in einer komplett eskalierenden "Iron Maiden" - Szene, die man in einem anderen Film sicherlich feiern würde, die hier aber dermaßen deplatziert wirkt, dass sie eigentlich nur den allgemein absurden Ablauf unterstreicht. Ein paar gelungene Szenen, der hohe Gorefaktor sowie ein paar hervorragend inszenierte Jumpscares und Gruselmomente sorgen zwar dafür, dass 28 Years Later: The Bone Temple am Ende kein Totalausfall ist, und auch der erneute finale Cliffhanger lässt immerhin etwas Hoffnung für das Ende der Trilogie aufkommen, so wirklich viel gemein mit dem ursprünglichen Kult-Genreklassiker hat das Alles aber wirklich nicht mehr...
Details der Blu-ray
Qualitativ bewegt sich die Blu-ray auf hohem Niveau, wobei 28 Years Later: The Bone Temple niemals seine Herkunft verleugnet. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass einige Szenen etwas verwaschen und körnig, ja regelrecht dreckig aussehen, wogegen Rückblenden und Closeups meist knackig scharf dargestellt werden. Die Farbdarstellung ist durchwegs satt und natürlich, der Kontrast ist kräftig und mangelfrei eingestellt. Ebenso überzeugend ist der Schwarzwert. Die Tonspur bietet eine saubere und dynamische Abmischung in DTS-HD 5.1, die sich durchwegs atmosphärisch und bei Bedarf auch sehr kraftvoll in den Raum öffnet, während Dialoge stets klar und verlustfrei wiedergegeben werden. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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