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Das Mädchen, das durch die Zeit sprang
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BEWERTUNG |
22.03.2026 von MarSPassend zu seinem neuesten Werk Scarlet, das aktuell in den deutschen Kinos läuft, spendiert Plaion Pictures zwei der früheren Filme des japanischen Animations-Regisseurs Mamoru Hosoda eine Neuauflage, dem Fantasy-Drama Das Mädchen, das durch die Zeit sprang sogar den Einstand auf 4K UHD. Widmen wir uns also zunächst einmal dem Film, der Hosodas Karrierebeginn markierte...
Alle bisherigen Kritiken zu Mamoru Hosodas Filmen in der Übersicht: Ame & Yuki - Die Wolfskinder (2012) Der Junge und das Biest (2015) Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft (2018)
In ihrem letzten Jahr an der Oberschule ist die 17-jährige Makoto Konno noch unentschlossen, welchen Weg sie in der Zukunft einschlagen möchte. Viel lieber, als darüber nachzudenken, verbringt sie deshalb ihre Zeit mit ihren Freunden Chiaki Mamiya und Kousuke Tsuda, um mit ihnen gemeinsam unbeschwert ihren Alltag zu bestreiten. Alles ändert sich jedoch, als Makoto durch einen Zufall die Fähigkeit entwickelt, in der Zeit zurückzuspringen, und sie ihre neu gewonnene Kraft dazu nutzt, ihre Schulnoten zu verbessern und persönlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Schon bald wird Makoto schmerzlich klar, dass jeder Sprung in die Vergangenheit und jede Änderung der Ereignisse auch Folgen für die Zukunft hat - und das nicht nur für die eigene...
Das Mädchen, das durch die Zeit sprang ist ein Film, der eine ganze Weile braucht, bis er sein volles Potential entfaltet, beziehungsweise dieses dem Zuschauer offenbart. Was als leichtgängige, lockere und sogar etwas naiv-kindliche Erzählung beginnt und dabei vor allem auf Heiterkeit und Humor setzt, entwickelt sich jedoch mit zunehmender Laufzeit immer mehr in eine ernstere, dramatischere Richtung, und zieht das Publikum damit immer stärker in seinen Bann - ohne dabei jedoch seine kindgerechte, grundsätzlich eher lockere Note zu verlieren. Zunächst einfach nur unterhaltsam und witzig entsteht aus dem banalen Alltagsgeschehen eine viel komplexere, vielschichtigere Geschichte, als man anfangs angenommen hatte, während die Handlung immer öfter grundlegende Zeitreise-Problematiken wie beispielsweise die Auswirkungen kleinster Veränderungen auf den Lauf der Dinge sowie ganz allgemeine Thematiken des Erwachsenwerdens aufgreift, um damit zum Nachdenken anzuregen, ohne dabei aufdringlich oder oberlehrerhaft zu wirken. Auf beeindruckende Art und Weise verbindet Mamoru Hosoda hier klassische Slice-of-Life sowie Coming-of-Age Elemente wie Freundschaft, Liebe und Zukunftsängste mit Fantasy, ohne auch nur einen Moment lang kitschig, oberflächlich oder plump zu wirken. Dabei profitiert Das Mädchen, das durch die Zeit sprang nicht nur von den inhaltlichen sowie erzählerischen Aspekten, die Zuschauer jeden Alters direkt ansprechen, sondern vor allem von den hervorragend charakterisierten Figuren, die mühelos eine emotionale Bindung zu erzeugen wissen und damit den emotionalen Momenten die benötigte Tiefe verleihen können.
Die Animationen stammen aus dem etablierten Studio Madhouse Inc. und erweisen sich gewohnt detailverliebt und realitätsnah. Wundervoll ausgearbeitete Hintergründe und Locations gehen hier Hand in Hand mit flüssigen, ansprechenden Charakterdesigns, wobei sich der Einsatz von Computereffekten auf die Zeitsprünge begrenzt und sich damit sehr harmonisch ins übrige Geschehen integriert. Die deutsche Synchronfassung ist durchwegs hochwertig und stimmig, ebenso weiß der atmosphärische Score zu gefallen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Details der 4K UHD
Die 4K UHD liefert ein durchwegs klares, scharfes und kontraststarkes Bild mit satter Farbdarstellung, das keinerlei Mängel vorzuweisen hat. Die Tonspur bietet eine ansprechende, gut ausbalancierte Abmischung mit sehr guter Dialogverständlichkeit und einer stimmigen, atmosphärischen Einbindung von Effekten, Umgebungsgeräuschen und Score, wenngleich sich die Raumwirkung genrebedingt eher zurückhaltend gibt.
Zur Limited Steelbook Edition sowie zur Anime-Planet exklusiven Ultimate Edition, in denen die 4K UHD erscheint, können wir an dieser Stelle leider keine weiteren Angaben machen, da uns für unsere Kritik lediglich die 4K UHD Pressedisc zur Verfügung stand. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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