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Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof
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BEWERTUNG |
28.08.2026 von MarSObwohl inzwischen bereits sieben mal (!) als Animeserie adaptiert ist das GeGeGe no Kitaro - Universum, basierend auf der Manga-Reihe Hakaba no Kitaro des Mangaka Shigeru Mizuki aus den Jahren 1959 - 1969, in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Vielleicht ändert sich das ja nun mit der Veröffentlichung von Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof, der wohl düstersten Adaption der Geschichte...
Geboren auf einem Friedhof ist der kleine Kitaro der letzte Nachkomme des Geisterstammes. Aufgenommen von einem Menschen und begleitet vom wiederbelebten Augapfel seines Vaters wandelt Kitaro zwischen dem Reich der Lebenden und dem der Toten, weshalb ihm beide Seiten oftmals feindselig gegenüberstehen. Dennoch setzt sicht Kitaro auf seinen Abenteuern als Vermittler zwischen den Welten ein...
Ein Animationsstudio, eine Mission. Seit der Veröffentlichung der Manga-Reihe Hakaba no Kitaro hat es Toei Animation geschafft, in jedem Jahrzehnt (zuletzt im Jahr 2018) eine Adaption in Form einer Animeserie zu erschaffen, und diese dementsprechend fortlaufend zu modernisieren. Dazu gesellen sich inzwischen acht Adaptionen in Filmform, was Hakaba no Kitaro zum wohl beständigsten Werk innerhalb des Animationsstudios macht. Und dennoch hebt sich die kürzeste, im Jahr 2008 produzierte Animeserie Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof recht deutlich von seinen übrigen Kollegen ab, denn zweifellos handelt es sich hier um die düsterste und damit werksgetreueste Version der Originalgeschichte...
Shigeru Mizukis Werke waren gerade in der Anfangsphase alles andere als für junge Leser geeignet, und auch Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof geht zweifellos den Weg eines Horror-Animes. Düstere Farben und eine trostlose, schmutzige Atmosphäre dominieren hier das Geschehen, während der titelgebende Geisterjunge auf allerlei bizarre und skurrile Figuren aus bekannten Gruselwerken, vor allem aber der japanischen Folklore trifft, und die Erzählung immer wieder von der realen Welt in die Hölle wechselt. Dankenswerterweise lockert jedoch auch Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof das Geschehen immer wieder durch eine Menge Humor und beinahe satirisch überzeichnete Elemente auf, wodurch ein jüngeres Publikum zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen wird. Die Freigabe ab 12 Jahren ist hier durchaus nachvollziehbar und ausreichend, wobei man hier als Eltern doch abwägen muss, ob der Nachwuchs mit dem Gezeigten in diesem Alter bereits klarkommt, oder die finsteren, teilweise doch furchteinflößenden Gestalten sowie düsteren Bilder am Ende nicht doch den ein oder anderen Albtraum auslösen könnten. Durchaus hilfreich ist hierbei der Fakt, dass die 11-teilige Serie beinahe gänzlich auf einen nennenswerten roten Faden verzichtet, und die einzelnen Episoden zwar gelegentlich aufeinander aufbauen oder wiederkehrende Charaktere beinhalten, letztendlich aber problemlos auch einzeln betrachtet werden können.
Details der Blu-ray
Die Blu-ray liefert ein sauberes, kontraststarkes und scharfes Bild, das den visuellen Stil der Serie hervorragend unterstreicht. Akustisch bietet die in DTS-HD 2.0 abgemischte Tonspur ein ausgewogen ausbalanciertes Klangbild, welches das Geschehen harmonisch begleitet. Die Sprachausgabe ist durchwegs klar, verlustfrei und gut verständlich.
Details des Mediabooks
Die Collector´s Edition erscheint in einem schmalen Mediabook. Das Cover wird von Kitaro dominiert, und liefert direkt einen ersten Einblick in den visuellen Stil sowie die Atmosphäre der Serie. Auf dem Rücken des Mediabooks wurden die Inhaltsangaben und Details aufgedruckt. Der Innendruck zeigt im vorderen Bereich Kitaro mit seinem Vater, dem unsterblichen Auge, wogegen im hinteren Bereich, in dem auch die Disc zu finden ist, auf einen Druck verzichtet wurde. Das 28-seitige Booklet beinhaltet neben einem exklusiven Interview mit dem Regisseur Masatoshi Chioka sowie zahlreichen Szenenbildern einen ausführlichen Text, verfasst von Nando Rohner, der eine Menge Hintergrundinformationen zur Geschichte und Produktion rund um Hakaba no Kitaro liefert.
Episodenguide
Cover & Bilder © polyband Medien GmbH. All rights reserved. / Produktfotos: www.sofahelden.de Das Fazit von: MarS
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Inhalt
Unvergesslichen Wiedererkennungswert erlangt Hakaba Kitaro - Der Junge vom Friedhof am Ende jedoch auch durch seinen ungewöhnlichen visuellen Stil, der sich massiv von bekannten japanischen Animeproduktionen unterscheidet. Die Charakterdesigns schwanken hier zwischen realistisch und skurril, die Hintergründe sowie der allgemeine Stil sind sehr dreckig, dunkel und trostlos gehalten, und insgesamt besticht das gesamte Werk durch eine cartoonhafte, interessant texturierte Optik. Die deutsche Synchronfassung, welche exklusiv für diese Veröffentlichung erstellt wurde, überzeugt unterdessen durch eine durchwegs gelungene Sprachfassung. Einzig Opening und Ending bilden hier einen kleinen Wermutstropfen, denn während das Ending "Snow Tears" von Shoko Nakagawa eine ruhiges "Standardending" liefert, wirkt das elektronische Opening "Mononoke Dance" von Denki Groove beinahe wie ein Fremdkörper beziehungsweise Stimmungskiller. 




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