![]() |
Pinocchio Unstrung
|
BEWERTUNG |
05.08.2026 von MarSMit Pinocchio Unstrung bekommt das Twisted Childhood Universe der Winnie the Pooh - Blood and Honey Schöpfer frischen Zuwachs, und macht gleichzeitig klar, dass Peter Pan´s Neverland Nightmare kein einmaliger "Ausrutscher" war, sondern das Poohniverse tatsächlich langsam ernstzunehmende Genrevertreter hervorbringt...
Nachdem sein Enkel James (Cameron Bell) nicht nur seine Eltern, sondern auch seinen besten Freund verloren hat, hat es sich Geppetto (Richard Brake) zur Lebensaufgabe gemacht, ihm einen neuen Begleiter zu erschaffen, der ihn niemals verlassen wird. Mit der lebendigen Holzpuppe Pinocchio scheint er sein Ziel endlich erreicht zu haben, doch die anfängliche Freude weicht schon bald blankem Entsetzen, als James´ Umfeld plötzlich von tödlichen Unfällen heimgesucht wird. Pinocchio wünscht sich nämlich nichts sehnlicher, als seinem Freund James ähnlicher zu sein, und entscheidet sich deshalb getrieben von der Grille Jiminy Cricket (Robert Englund) dazu, durch gestohlene Körperteile zu einem echten Jungen zu werden. Zu diesem Zweck macht sich Pinocchio daran, all diejenigen aus dem Weg zu räumen, die James nicht freundlich gesinnt sind, und damit in Pinocchios Augen zu den "bösen Menschen" gehören...
Was als Low-Budget Trash begonnen hat, und sich mit Peter Pan´s Neverland Nightmare sichtlich weiterentwickelt hatte, das erreicht nun mit Pinocchio Unstrung seinen bisherigen Höhepunkt. Nicht nur im Bereich der Inszenierung zeigt sich das neueste Werk des Twisted Childhood Universe deutlich hochwertiger als seine Vorgänger, sondern auch was die darstellerischen Leistungen, die Dialoge (inklusive der deutschen Synchronfassung) sowie die gesamte erzählerische und inhaltliche Struktur angeht, leistet Pinocchio Unstrung wirklich sehr gute Arbeit. Hier sind Handlung und Figuren nicht nur banales Grundgerüst für eine plumpe Splatterorgie, sondern der Kern einer überraschend gelungenen, durchaus tragischen und emotionalen Geschichte, wobei sogar der vermeintlich bösartigen Kreatur des Pinocchio eine unerwartet ambivalente und nuancierte Charakterisierung beziehungsweise Entwicklung zugestanden wird. Was nicht etwa bedeutet, dass Gorehounds in Pinocchio Unstrung auf derbe Splattermomente verzichten müssten. Ganz im Gegenteil, denn was in Pinocchio Unstrung abgefeuert wird, das stellt wohl alles bisher im Poohniverse gezeigte mühelos in den Schatten, und profitiert dabei auch noch von praktischen Effekten und einer anschaulichen, äußerst expliziten Darstellung. Die Freigabe ab 18 Jahren ist hier auf jeden Fall mehr als gerechtfertigt, und das obwohl das Geschehen insgesamt doch oftmals sehr humorvoll und locker inszeniert wurde, und damit im interessanten Kontrast zur grundsätzlich dramatischen und tragischen Handlung steht, ohne diese ins Lächerliche zu ziehen...
Details der Blu-ray
Auch technisch leistet Pinocchio Unstrung ganze Arbeit. Die Blu-ray liefert ein durchwegs sauberes, scharfes und detailfreudiges Bild mit ausgewogenem Konrastumfang und sehr gut eingestelltem Schwarzwert, der keine Feinheiten verschluckt. Die düstere Farbpalette wird satt und mangelfrei dargestellt. Die Tonspur liefert eine gut ausbalancierte Abmischung und erweist sich als angenehm dynamisch, wobei die umliegenden Boxenbereiche harmonisch und atmosphärisch ins Geschehen eingebunden werden. Die hochwertig synchronisierten Dialoge bleiben zudem stets verständlich und verlustfrei. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
|
|

Inhalt



Kommentare[X]