Barcelona

Barcelona

Genre: Worker Placement • Tile Placement
Autor: Dani Garcia
Illustrator: Aleksander Zawada
Spieleverlag: Board&Dice, Giant Roc
Empfohlenes Alter: 14+
Spieldauer: 60-90 Minuten

Barcelona   02.11.2023 von 2-PL4Y3R5

Barcelona. Eine wunderschöne Stadt. Nun hast Du die Möglichkeit eine zentrale Rolle bei ihrer Erschaffung einzunehmen. Errichte Gebäude und Straßen und optimiere deine Tram Linie, um dich effizienter innerhalb der Stadt fortzubewegen. Dabei aber bitte auf keinen Fall die Bedürfnisse der Einwohner außer Acht lassen.

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Trotz zahlreicher Plättchen und Materialien geht der Aufbau relativ zügig und ist weniger ‚fummelig‘ als die Masse an Spielmaterial erwarten lässt.

 

Der Spielplan selbst ist optisch sehr schön gelungen – das gelb-rote Farbenspiel mit Akzenten aus grün und blau hat uns sehr gut gefallen. Und die Entwicklung des Plans durch den Bau von Gebäuden und Straßen sowie den Zuwachs an Einwohnern, ist auch optisch sehr schön anzusehen. Aber jetzt zum Wesentlichen: der Spielplan enthält drei wichtige Bereiche. Ganz zentral befindet sich ein 5 x 5 Raster aus Straßen. Dazwischen befinden sich Grünflächen. Auf dem Spielplan können im Spielverlauf Gebäude, Kreuzungen und Straßenabschnitte gebaut werden. Gleichzeitig dient jede Kreuzung als Arbeitereinsatzfeld. Jede Straße, horizontal und vertikal, ist mit einer Aktion verknüpft. Werden Einwohner auf eine Kreuzung platziert, werden die Aktionen der sich kreuzenden Straßen getriggert, also immer genau zwei. Die Reihenfolge ist beliebig. Ein weiterer wichtiger Bereich bilden die Einwohnerleisten. Die Einwohner fungieren als die Arbeiter im Spiel. Sie blockieren die Kreuzungen so lange, bis mehrere Einwohner benachbart sind und dann ein Haus bauen. Danach landen sie auf der Einwohnerleiste, die auch bestimmt wie viele Punkte es für den Häuserbau gibt. Zudem findet man hier drei Zwischenwertungen, die getriggert werden, wenn Einwohner auf bestimmten Feldern landen. Bei den Zwischenwertungen ist der dritte Bereich auf dem Spielplan wichtig: Die Cerdà Leiste. Hier möchte man zum Zeitpunkt der Zwischenwertung weit oben sein, denn die Cerdà Leiste bestimmt den Multiplikator für die Zwischenwertung, von null bis vier. Übrigens, nach jeder Zwischenwertung werden die Spielerpositionen auf der Leiste wieder zurückgesetzt.

 

Am Spielplan selbst ist nicht viel aufzubauen: Abhängig von der Spielerzahl müssen einige Felder auf den Einwohner-Leisten abgedeckt werden. Zudem werden drei zufällige Cerdà Plättchen platziert, welche die Ziele für die Zwischenwertungen zeigen. Die Aktionsfelder können durch Auflegen von Plättchen auch variabel gesetzt werden. Wir haben die fixen Felder, wie auf dem Spielplan aufgedruckt verwendet. Ansonsten müssen nur die vier Hausplättchen platziert werden, als Erinnerung, dass es 5 Bonuspunkte für den ersten gibt, der in jeder Häuserreihe ein Haus gebaut hat.

 

Neben dem Spielplan wird der Marktplan ausgelegt. Hier werden fünf Modernisme Projekt-Plättchen (und einen Nachziehstapel) ausgelegt, die man während des Spiels kaufen kann. Diese geben weitere Spieler-bezogene Siegpunktebedingungen fürs Spielende. Außerdem werden hier fünf Stapel mit öffentlichen Gebäudeplättchen ausgelegt, die im Spielverlauf gekauft werden können. Wer zuerst vom selben Stapel kauft, bekommt zwar denselben Bonus, aber mehr Siegpunkte. Zudem gibt es auf dem Marktplan noch ein Raster mit Boni, die man erhalten kann, wenn man dort Pflastersteine platziert. Neben Spielplan und Marktplan werden alle Hausplättchen, die Ressourcen (Münzen und Tücher) sowie die Sagrada Plättchen bereitgelegt. Alle Einwohner kommen in den Stoffbeutel.

 

Zuletzt nimmt sich jeder Spieler ein Bürotableau und sämtliches Spielmaterial in seiner Wunschfarbe (orange, blau, violett, grau). Holzscheiben und Holzwürfel decken verschiedene Felder auf dem Bürotableau ab. Werden sie im Spielverlauf als Gebäude bzw. Fahrgäste auf dem Spielplan platziert, werden Siegpunkte und Schritte auf der Cerdà Leiste freigelegt. Fünf weitere Holzwürfel können auf dem Bürotableau verschoben werden, um Siegpunkte-Multiplikatoren für die die gekauften Modernisme Projekt-Plättchen freizuschalten. Breite und schmale Straßen sowie Kreuzungen decken ebenfalls bestimmte Felder auf dem Bürotableau ab. Werden Kreuzungen im Spielverlauf platziert, wird Einkommen „freigelegt“. Zudem decken Pflastersteine insgesamt sechs von zehn Plätzen für Ressourcen ab. Sie können via Aktion auf das Markttableau verschoben werden, um mehr Platz für Ressourcen zu schaffen, Siegpunkte freizulegen und Boni auf dem Markttableau zu erhalten. Eine kleine Holzscheibe kommt auf den Beginn der Sagrada Leiste des Bürotableaus. Überschreitet diese Scheibe während des Spiels eine Lücke, darf man sich ein Sagrada Plättchen und den damit verbundenen Bonus nehmen.

 

Das Spielziel

 

Siegpunkte. Und woher? Eigentlich rieselt es überall Siegpunkte. Thematisch besonders interessant ist aber das Zusammenspiel von Gebäude, die man errichtet und den Zwischenwertungen, deren Basispunkte mit der jeweiligen Spieler-Position auf der Cerdà Leiste multipliziert werden. Gebäude bauen bringt nämlich direkt Punkte, aber im späteren Verlauf können nur noch Gebäude gebaut werden, die wenig Grünfläche übriglassen. Das sorgt dann dafür, dass man auf der Cerdà Leiste nach unten rutscht, d.h. weniger Punkte für das Zwischenwertungsziel; denn der gute Herr wollte viel Grün in seiner Stadt! Hier muss man also gut balancieren.

 

Der Spielablauf

 

Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler zwei Einwohner aus dem Beutel. Diese kommen in drei Farben (grün: Arbeiterklasse; blau: Mittelstand; rot: Oberschicht). Diese zwei Einwohner sind die „Arbeiter“ für die laufende Runde, in der alle Spieler reihum am Zug sind. Ist man dran, so darf man seine zwei Einwohner als Stapel in beliebiger Reihenfolge auf eine freie Kreuzung platzieren und die entsprechenden Aktionen nutzen. Die Reihenfolge kann relevant sein, denn abhängig davon wie viele und welche Einwohner benachbart zu einer Grünfläche sind, können am Ende des Zuges unterschiedliche Gebäude gebaut werden. Aber zuerst zu den Aktionen. Die beiden Aktionen können in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden. Die insgesamt zehn verschiedenen Aktionen sind relativ einfach, was dem flow des Spiels sehr guttut!

 

Einige Aktionen erlauben es direkt etwas zu bekommen, zum Beispiel zwei Münzen, ein Tuch und 3 Siegpunkte, zwei Schritte auf der Cerdà Leiste oder ein Modernisme Projekt Plättchen (Siegpunktebedingungen fürs Spielende), wenn die entsprechenden Kosten bezahlt werden. Eine weitere Aktion ist den Multiplikator für die Modernisme Projekt Plättchen zu erhöhen, um noch mehr Punkte am Spielende zu bekommen. Auch das kostet.

 

Dann gibt es Aktionen, die es erlauben den Spielplan zu verändern, konkret zwei schmale Straßen, eine breite Straße oder eine Kreuzung zu bauen. Straßen bauen ist kostenlos und man erhält die auf dem Spielplan abgedruckten Ressourcen, die man durch den Bau abdeckt. Zudem gibt es direkt Siegpunkte: ein bzw. zwei pro bereits gebautem schmalem bzw. breitem Straßenabschnitt in derselben Straße. Kreuzungen bauen kostet, je mehr man baut, desto mehr Ressourcen werden benötigt. Dafür erhält man alle an der Kreuzung angrenzenden Boni, die nicht schon von Straßen abgedeckt wurden. Zudem ist frühes Bauen von Kreuzungen wichtig, denn je mehr Kreuzungen man hat, desto mehr Einkommen erhält man. Einkommen bekommt der Eigentümer einer Kreuzung immer dann, wenn ein Spieler seine Einwohner daraufsetzt, um die entsprechenden Aktionen ausführen zu können.

 

Zuletzt bleiben zwei Aktionen, einmal ein Pflasterstein platzieren und ein Hausplättchen kaufen. Diese zwei Aktionen haben Kombo-Potential. Denn mit einem Pflasterstein kann man ein Bonusfeld abdecken, dass es erlaubt, ein Modernisme Projekt Plättchen zu kaufen. Und ein Hausplättchen bringt dich zum Beispiel zwei Schritte auf der Sagrada Leiste voran, sodass man ein Sagrada-Plättchen aussuchen kann, das wiederum Ressourcen bringt, um die zweite Aktion vorzubereiten.

 

Eine Besonderheit hatten wir noch nicht erwähnt: Werden Einwohner auf eine Kreuzung in der diagonalen breiten Straße gelegt, erhält man eine Bonusaktion. Man darf seine Straßenbahn auf eine beliebige Straße platzieren und die dortige Aktion ausführen, wenn man einen Fahrgast platziert. Das kostet nochmal ein paar Ressourcen, aber es wird auch die Wertung der Straße erneut ausgelöst und Fahrgäste geben am Ende des Spiels ebenfalls Punkte! Befindet sich die Straßenbahn bereits auf dem Spielplan, muss man sie bewegen, allerdings maximal zwei Straßenabschnitte weit, bevor man den Fahrgast rauslassen und die entsprechende Bonusaktion auslösen darf. Hier kommt der clue: eigene Straßenabschnitte werden hier nicht mitgezählt, sodass die Position der eigenen Straßen hier auch für die Flexibilität der Bonusaktionen relevant ist.

 

Nach dem alle Aktionen ausgeführt wurden, wird zuletzt geprüft, ob ein Gebäude errichtet werden kann. Es gibt vier Arten von Gebäuden im Spiel und jedes hat andere Voraussetzungen und Belohnungen für den Bau. Das einfachste Gebäude erfordert zwei beliebige Einwohner angrenzend an eine Grünfläche. Ist dies der Fall, nimmt man die oberen Einwohner des Stapels (es wird ja immer ein Stapel aus zwei Einwohnern je Kreuzung platziert) und legt sie auf die Einwohner-Leisten. Dann nimmt man sich das Gebäude und platziert es auf die entsprechende Stelle des Spielplans. Dafür gibt es zwei Schritte auf der Cerdà Leiste (das einfachste Gebäude hat viel Grünfläche). Zudem platziert man einen seiner Holzscheiben auf das Gebäude, um anzuzeigen, wer das Gebäude gebaut hat. Zuletzt bekommt man noch Siegpunkte, abhängig von der Einwohnerleiste und ggf. triggert man eine Zwischenwertung, sollten die platzierten Einwohner eine bestimmte Position auf der Leiste erreicht haben. Später können Gebäude auch überbaut werden. Der clou hier: Gebäude MÜSSEN gebaut werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, also die entsprechende Art und Anzahl an Einwohner angrenzend zu einer Grünfläche oder einem Gebäude ausliegen. Das beste Gebäude benötigt einen Mittelschicht Einwohner und zwei beliebige Einwohner. Für die Platzierung verliert man zwei Schritte in der Cerdà Leiste (kaum Grünfläche mehr übrig), gewinnt aber direkt zusätzlich sieben Siegpunkte und zwei Schritte auf der Sagrada Leiste.

 

Nach dem Bau des Gebäudes ist der nächste Spieler am Zug. Nach der dritten Zwischenwertung wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt, sodass alle gleich oft am Zug waren. Dann folgt direkt die Endwertung.

 

Bildergalerie von Barcelona (9 Bilder)

Spielmaterial

 

  • 1 Stadtplan
  • 1 Marktplan
  • 4 Bürotableaus
  • 21 Öffentliche Gebäudeplättchen
  • 16 Sagrada Plättchen
  • 4 Hausbonusplättchen
  • 72 Einwohnerplättchen (25x Arbeiterklasse, 24x Mittelstand, 23x Oberschicht)
  • 1 Stoffbeutel
  • 11 Aktionsplättchen
  • 14 Cerdà-Plättchen
  • 18 Modernisme-Projekt-Plättchen
  • 24 Pflasterstein-Plättchen
  • 30 Münzen
  • 30 Tücher
  • 8 Siegpunkte-Plättchen
  • Hausplättchen (8x Eckhäuser, 12x Stufe 1, 8x Stufe 2, 7x Stufe 3)
  • 20 Kreuzungsplättchen
  • 20 breite Straßenplättchen
  • 40 schmale Straßenplättchen
  • 4 Straßenbahnen (mit Aufklebern)
  • 44 Scheiben aus Holz
  • 40 Würfel aus Holz
  • 4 Übersichtskarten
  • 1 Panoramaplättchen
  • 8 Solokarten
  • 1 Gaudi-Figur
  • 1 Anleitung
  • 1 Solo Anleitung


Cover & Bilder © Cover: Giant Roc/Board & Dice / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: 2-PL4Y3R5

2-PL4Y3R5

Spielspaß: Barcelona ist ein Worker Placement Spiel, bei dem man meist zwei bis drei Aktionen ausführt. Einige Aktionen ermöglichen auch das Ausführen einer Bonusaktion. Für uns war Barcelona ein Kombo Fest, wie wir es selten in Worker Placement Spielen erlebt haben. Es fallen immer irgendwie Siegpunkte ab. Man hat also immer das Gefühl etwas Sinnvolles getan zu haben, sehr belohnend. Aber wenn dann mal in einem Zug alles passt: Wow, Siegpunktehagel! Erste Aktion, ich baue zwei Straßen, hier 3 Punkte, da 4 Punkte und ein paar Ressourcen. Zweite Aktion, mit den Ressourcen kaufe ich ein Hausplättchen, 10 Punkte und zwei Schritte auf der Cerdà Leiste, heißt: mehr Punkte bei Zwischenwertung! Das Hausplättchen bringt mich auch auf der Sagrada-Leiste weiter, ich darf mir das Sagrada-Plättchen mit 7 Punkten raussuchen; Finale: Ich kann ein Gebäude bauen, direkt 12 Punkte und Zwischenwertung getriggert, nochmal 32 Punkte! Bahmm! Das fühlt sich richtig gut an! Dadurch mustert sich Barcelona zu einem unserer Lieblings-Worker-Placement Spielen im Regal.

 

Balancing/Glücksfaktor: In Barcelona gibt es keine Asymmetrie, sodass das Thema Balancing abgehakt ist. Wie steht es um den Glücksfaktor? Eher gering, aber dennoch ab und zu merkbar. Dass die Bewohner zufällig aus dem Beutel gezogen werden, hat bei uns selten einen Einfluss gehabt. Stattdessen hat man häufig bemerkt, dass man nicht allein am Tisch sitzt - es sei denn man spielt Solo, klar - Denn eine bestimmte Kombination an Aktionen kann für längere Zeit gesperrt sein, wenn einem ein Mitspieler zuvorkommt. Und wenn ein Mitspieler eine Wertung triggert, deren Vorbereitung noch ein Zug länger gebraucht hätte, ist dies natürlich auch ärgerlich. All das lässt sich aber als aufmerksamer Spieler antizipieren und ähnlich sinnvolle, alternative Aktionsmöglichkeiten stehen meistens zur Verfügung.

 

Komplexität/Regeln: Durch die Kombo-Möglichkeiten erhält das Spiel eine unglaubliche Tiefe, ohne regeltechnisch wirklich komplex zu sein. Der Rundenablauf ist etwas ungewöhnlich für ein Worker Placement, da man zwei Aktionen und ggf. eine dritte Aktion gleichzeitig triggert, beim Setzen der „Worker“ noch ggf. Einkommen auslöst und am Ende der Aktionen ein weiterer Schritt (Gebäude bauen) folgt. Die einzelnen Aktionen sind aber sehr simpel und meist in einem Satz erklärt. Achtet auf eure Ressourcen, damit ihr im kommenden Zug flexibel seid und versucht alle Kombo-Möglichkeiten mitzunehmen. Eine weitere Herausforderung ist es abzuwägen zwischen der perfekten Aktionskombi und einer alternativen Aktionskombi, die es einem erlaubt ein Gebäude zu bauen, das einem andere Vorteile, meist ordentlich Siegpunkte einbringt. Die Anleitung hat übrigens 19 Seiten, wovon ein großer Teil mit historischen Notizen und Beispielen versehen ist.

 

Spielerinteraktion/Spieleranzahl: Wir haben Barcelona zu zweit und zu viert gespielt und – ohne es ausprobiert zu haben – nehmen wir an, dass der sweet spot bei 3 Spielern liegt. Vier Spieler ist minimal drüber, einmal wegen der down time zwischen den Spielerzügen, aber auch wegen der Anzahl der Züge, die man hat. Denn je mehr Spieler, desto weniger Züge pro Spieler. Zu zweit hat man es gefühlt fast zu einfach, da die Aktionsfelder für alle Spielerzahlen gleich sind. Insgesamt hat Barcelona aber sowohl zu zweit als auch zu viert Spaß gemacht. Wie sieht es mit der Spielerinteraktion aus? Direkte Interaktion gibt es durch die Kreuzungen, denn Mitspieler erhalten Einkommen, wenn man sich auf ihre Kreuzung platziert. Mit Kreuzungen wichtige Aktionspaare sichern? Auf jeden Fall! Zudem gibt es indirekte Interaktion dadurch, dass man sich gegenseitig blockieren kann, bei der Auswahl der Aktionen, bei der Bewegung der Straßenbahn und beim Bau von Gebäuden.

 

Spieldauer: Auf der Verpackung steht 60-90 Minuten. Da lagen wir sowohl zu zweit als auch zu viert mit etwa 2 Stunden Spieldauer drüber. Aber wir sind auch Spieler, die gerne mal etwas überlegen und das Maximale aus dem Spielerzug rausholen möchten. Alles in Allem hat sich Barcelona weder zu lang, noch zu kurz angefühlt. Das können wir auch nicht von vielen Spielen sagen, denn oft denkt man sich bei Spielende: „jetzt geht es erst richtig los“ oder „das Spiel hätte vor zwei Runden beendet werden sollen“. Barcelona trifft hier eine Wohlfühlzone.

 

Wiederspielbarkeit: Es gibt keine Module oder ähnliches, die dafür sorgen würden, dass man gänzlich unterschiedliche Spiele spielt. Aber das braucht es auch nicht. Mit Barcelona kommen sieben Hausplättchen und 14 Cerdà Plättchen (Zwischenwertung), von denen jeweils nur fünf bzw. 3 pro Partie benötigt werden. Zudem lässt sich das Raster an Aktionen auf dem Spielplan zufällig auslegen, wodurch verhindert wird, dass immer dieselben Aktionspaare gewählt werden können. Hier kommt also durchaus Variabilität ins Spiel. Wobei wir bisher nur mit dem fix abgedruckten Raster gespielt haben. Der für uns wesentlichste Vorteil und Triebkraft für die Wiederspielbarkeit ist allerdings, dass sich Barcelona relativ schnell lernen, erklären und spielen lässt, aber dennoch eine hohe Spieltiefe aufweist.


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