Paris Murder Mystery

Paris Murder Mystery

Originaltitel: Vie privée
Genre: Crime • Drama • Mystery • Thriller
Regie: Rebecca Zlotowski
Hauptdarsteller: Jodie Foster
Laufzeit: DVD (103 Min) • BD (107 Min)
Label: Plaion Pictures
FSK 12

Paris Murder Mystery   04.08.2026 von MarS

Mit Paris Murder Mystery erfüllte sich Jodie Foster einen kleinen persönlichen Traum, denn nach mehr als 20 Jahren spielt die fließend französisch sprechende US-Amerikanerin nun wieder eine Rolle in einer französischen Produktion. Plaion Pictures veröffentlichte den tragikomischen Kriminalfilm nun auf DVD und Blu-ray...

 

Inhalt

 

Seit vielen Jahren lebt die Amerikanerin Lilian Steiner (Jodie Foster) in Paris, wo sie als Psychoanalytikerin arbeit, die viel Wert auf Professionalität und Abstand zu ihren Patienten legt. Als ihre langjährige Patientin Paula (Virginie Efira) unverhofft Selbstmord begeht, ist Lilian allerdings geschockter als sie es sich selbst eingestehen will, noch dazu da der Suizid ausgerechnet mit den von ihr verschriebenen Tabletten begangen wurde. Lilian beginnt, an der Tat zu zweifeln, und macht sich gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Gabriel (Daniel Auteuil) auf die Suche nach der Wahrheit - und womöglich sogar einem Mörder, den sie schon bald in Paulas Ehemann Simon (Mathieu Amalric) gefunden zu haben vermutet...

 

Zunächst einmal klingt Paris Murder Mystery zweifellos nach einem klassischen Krimi. Anstatt sich allerdings tatsächlich auf das "Who-Dunnit"-Konzept beziehungsweise die Suche nach einem Mörder zu konzentrieren, fokussiert sich Regisseurin Rebecca Zlotowski lieber auf ihre Figuren und die sehr dynamischen Beziehungen, die sich aus den handlungsrelevanten Umständen ergeben. Dabei steht die von Jodie Foster dargestellte Hauptfigur nicht einfach nur als zentraler Charakter im Mittelpunkt, sondern hält das ansonsten recht spannungsarme Geschehen gleichzeitig überhaupt erst zusammen, denn eine klare Linie findet Paris Murder Mystery nur sehr selten. Für einen Krimi wird das ermittlerische Element sträflich vernachlässigt, für einen Thriller bleibt die Inszenierung zu oberflächlich, und für ein Drama kratzt die Charakterisierung der Figuren zu sehr an der Oberfläche. Gleichzeitig sorgen ein dezenter, aber stets vorhandener Humor sowie einige sehr skurrile Situationen dafür, dass die Erzählung zu locker und nicht ernst genug daherkommt, während andere Momente dann wieder im krassen Kontrast zu eben diesem eher seichten Stil stehen. Spannung und eine fesselnde Geschichte sucht man hier also vergeblich, wogegen es den hervorragend miteinander harmonierenden (und durchwegs hochkarätigen) Darstellern immerhin gelingt, Paris Murder Mystery nicht gänzlich in Belanglosigkeit versinken zu lassen. Hier sind vor allem Jodie Foster und Daniel Auteuil hervorzuheben, deren Chemie einfach großartig funktioniert und deren zwischenmenschliche Ausgangslage man ihnen als Zuschauer jederzeit tatsächlich abkauft. Die Handlung selbst bleibt aber einfach zu dünn und inkonsequent in ihrer Ausarbeitung, um in irgendeiner Form Eindruck hinterlassen zu können...

 

Bildergalerie von Paris Murder Mystery (3 Bilder)

Details der DVD

 

Für unsere Kritik lag uns leider nur die SD-Pressedisc vor, die zwar insgesamt ordentlich, bei weitem aber nicht perfekt aussieht. Grundschärfe und Kontrastumfang sind solide, die Farbdarstellung natürlich, insgesamt aber wirkt das gesamte Bild sehr weich und unsauber. Dies zeigt sich vor allem in Closeups sowie bei eingeblendeten Schriften, Namen und Titeln (wie beispielsweise bei der Eröffnungssequenz), wobei vor allem letztere gerade auf größeren Bilddiagonalen nur noch mit Mühe lesbar sind. Die Tonspur bleibt auf Grund des komplett dialogorientierten Geschehens durchwegs zweckdienlich und zurückhaltend, liefert dabei aber eine stets klare und verlustfreie Sprachwiedergabe.



Cover & Bilder © Plaion Pictures / © George Lechaptois


Das Fazit von: MarS

MarS

Hochkarätig besetzt und alleine von den Darstellern getragen erweist sich Paris Murder Mystery als unausgewogener Genremix, der seine Linie einfach nicht finden will. Lediglich die hervorragend harmonierende und sympathische Besetzung macht diesen tragikomischen Kriminalfilm sehenswert, während die Handlung sich in Oberflächlichkeit, zu vielen angeschnittenen aber nicht ausgearbeiteten Elementen sowie einem kaum vorhandenen Spannungsbogen verliert, ohne nennenswerte Akzente oder Highlights zu liefern. 


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